Standheizung (Webasto BBW46)

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Tipps zur Wartung der Standheizung BBW 46

alle 4 Wochen seine Standheizung mal anwerfen

Grundsätzlich soll man ja ca. alle 4 Wochen seine Standheizung mal anwerfen: Originaltext aus der BA: "Außerhalb der Heizperiode soll das Heizgerät bei kaltem Motor etwa alle 4 Wochen für 10 Minuten bei auf "warm" gestellter Fahrzeugheizung und langsamster Gebläsestufe betrieben werden, um Startschwierigkeiten zu Beginn der Heizperiode zu vermeiden."


Flammenwächter

Ich empfehle zusätzlich den Flammenwächter unter der kleinen Kreuzschlitzschraube oberhalb des Verschlussdeckels am dazu verbauten Bügelchen hin und wieder heraus zu ziehen und mit Kupferpaste einzustreichen - Achtung, den kleinen Gummiring nicht verlieren. Der Flammenwächter frisst sich im Laufe der Zeit fest und ihn dann wieder heraus zu bekommen ist, ist äußerst schwierig und Bosch empfiehlt hier nur "Aufbohren". In der Regel reißt nämlich die Öse/ das Bügelchen dann ab, aber mit viel Gefühl kann man ihn nach Entfernen der oben drinsitzenden UV-Zelle mit einem Gewindeschneider, der in das Röhrchen hineingedreht wird, einer Verlängerung und einem durch sie gesteckten Querbolzen durch leichtes, vorsichtiges Schlagen auf den Querbolzen wieder lösen, viel Fingerspitzengefühl ist dabei angesagt.


Vlies- und Sieb-Kit im Brennraum

Das Vlies- und Sieb-Kit im Brennraum unter dem Verschlussdeckel mit der Feder sollte je nach Bedarf, alle paar Jahre, je nach Einsatz, getauscht werden, der Temperatur-Fühler bzw. "bessere", weil rücksetzbare -begrenzer je nach Ausführung und die Temperatursicherung -erst bei Bedarf und dann nacheinander, falls man die sich nicht hinlegen möchte. Die intakte Standheizung eines Sternenfreundes hilft hier bei der Fehlersuche, so tauscht man nur das, was wirklich defekt ist.


Zündkerze

Ebenso verhält es sich natürlich mit der Zündkerze, die ich nach gut 12 Jahren noch nie tauschen musste, wie übrigens andere Teile auch. Achtung: die Temp.sicherung darf nur von Hand eingedreht werden. Dabei ist darauf zu achten, dass sie am Heizrohr ca. 0,8 mm "anliegt", der Abstand soll zw. 0,4 bis 1,1 mm betragen. Aus verschiedenen Gründen (z.B. ungünstiger Einbauort, Bedienungsfehler im Heizbetrieb) wird das frühzeitige Auslösen der Temp.sicherung begünstigt. Webasto empfiehlt deshalb "den Austausch der Temp.sicherung gegen den rückschaltbaren Temp.begrenzer. Dieser kann unter der Bestell.nr. 148 65A bezogen werden",- ich habe den bei 2 Anlagen noch nicht! Aber Achtung: "Der Austausch ist nur bei Heizgeräten mit einem Flanschanschluss am Wärmeübertrager (Wassereintritt) bzw. bei Heizgeräten ab Juni 1988 bzw. ab Fertigungsnummer 71771 (BBW 46) und 38177 (DBW 46) möglich. Bei Heizgeräten ohne Flanschanschluss kann bei Überhitzung der Wärmeträger beschädigt werden". Das Vlies mit Sieb im Brennraum etc. sollte man dem -freund aber nicht ausbauen, das sieht man, ob es noch gut ist oder bereits ganz zerbröselt einherkommt, beim -freund zerfällt das just in dem Augenblick des Ausbaus.


Abschalten der StH?

Nach Anlaufphase: Das Zulaufröhrchen abziehen und schauen, ob die Dosierpumpe fördert. Wenn hier nicht im 3-er-Takt Benzin gefördert wird, ist sie hin und muss ausgetauscht werden. Achtung: wenn ihr eine neue erhaltet, die den schwarzen kleinen Kunststoffausgleichsbehälter, der neben der Vorgänger-Pumpe sitzt, nicht mehr benötigt, dann benötigt ihr auch einen neuen Stecker, bestellt diesen also gleich mit. Ein in die Leitung direkt vor der Standheizung eingebautes durchsichtiges Röhrchen verhilft zu einer zukünftigen Kontrolle des Benzinflusses ohne Demontage der Leitung.

Das in einigen BA abgedruckte exakte Ablaufschema nach Zeitintervallen hilft übrigens enorm bei der Fehlersuche des zu ortenden defekten Teiles. Gerne faxe ich dem Interessierten einen Ausschnitt dieser Fehlersuchediagnose oder auch andere technische Details des "Werkstatthandbuchs zur Fehlersuche" von Webasto. Meine Abschaltphase zur defekten Dosierpumpe lag allerdings wesentlich früher, als in der Fehlerdiagnose angegeben. Vielleicht schreibt hier jeder Betroffene mal auf, was er hier misst.

Bei einer Erneuerung der Kühlflüssigkeit ist übrigens bei Entlüftung des Kühlsystems das Fahrzeug bis Betriebstemperatur warm zu "fahren" und gleichzeitig, wie ICH meine, das Heizgerät bei auf "warm" gestellter FZ-Heizung und langsamster Gebläsestufe einzuschalten und an dem meist verbauten Entlüfternippel im Kreislauf der Standheizung auch zu entlüften,- dies u. a. an alle Kühlerkreislauf- und Wärmetauscher-Entkalker (s. Erfahrensbericht in diesem Heft).

Viel Spaß bei der Arbeit Reinhard 560 SEC, der als Nur-Amateur bisher damit klar kam.

Ausführliche Dokumentation zur BBW46 zum Download (Zip-file ca.1,4MB) von Martin 300SE




Standheizung - viel Text für Tipps und Tricks

Autor: Mattes-Bo


Die Masseverbindung der Dosierpumpe ist hinten seitlich an der Innenseite Kofferraum / Radlauf. Die Anschlüsse vergammeln auch gerne.

Die Aussage: Schaltet nach 5 Minuten ab : ist nicht aussagekräftig. Erstmal hast du nun natürlich eine Reparatur-Garantie. Laß Dir bloß nicht erzählen dann sei jetzt das Steuergerät defekt. Ich habe hier einen Prüfstand für das Steuergerät gebaut und kann das in allen Einzelfunktionen testen-- wenn Bedarf dann PN


So muß es sein

Beim Steuergerät 105.xxx

Heizung startet nach einschalten lautlos. (Umwälzpumpe läuft) (30Sekunden Vorglühzeit) Dann fängt die Pumpe hinten an zu tuckern (ungefähr 2* pro Sekunde) und nach 5 Sekunden (35 im gesamten Ablauf) schaltet sich heulend das Verbrennungsgebläse zu. Nun sollte es brennen. Meldet der Flammwächter weiter "dunkel" schaltet die Heizung nach ca. 2,5Minuten ab und probiert es ein 2tes Mal-- wieder kein Erfolg? Dann geht sie aus und verriegelt. Zum erneuten einschalten muß man dann den Knopf an der Uhr 2* drücken.

Schaltet die Heizung generell erst beim 2.mal ein, sollte der CO-Gehalt eingestellt werden....

Bis auf den Flammwächter läßt sich die restliche Mimik einfach durchmessen. Die Dosier-Pumpe kann man mit Hilfe einer externen 12V Batterie prüfen, indem man den zugehörigen Stecker am Steuergerät abzieht (Ist 2polig und hat Kontakte die nicht Parallel angeordnet sind)- jetzt erstmal auf Durchgang messen-- Pumpe durchmessen -- "erkannt" wenn ca 13,8Ohm Widerstand. Dann Batterie anschließen und mit einem Kontakt "pulsen". Es muß dann von hinten tuckern.

Wenn die Thermosicherung ok ist und die Pumpe trotzdem vom Steuergerät nicht angesprochen wird, kann es natürlich sein, dass hier der Transistor der die Pumpe ansteuert defekt ist, oder das Steuergerät nachgelötet werden muß-- Laut Schaltplan läuft das so: Das pulsende + wird vom Steuergerät durch die Tempsicherung geleitet und von hier aus zur Pumpe. Ob das pulst kann man natürlich auch bei gestecktem Pumpenstecker an diesem am Steuergerät messen. Normale Meßgeräte zeigen da ca. 3Volt an, da die Impulse zu kurz sind, um das Meßgerät auszusteuern.

Die Pumpe ist ja auch eher ein Magnetventil mit Dosierpumpfunktion...

Bin in den letzten Wochen zum SH-Experten geworden und behaupte mal, das ich innerhalb von 15Minuten die Fehlerquelle jeder nicht funzenden SH gefunden habe.

Der Austausch des alten "Glühgelumpes" ist sicher sinnvoll. Aber den Flammwächter z.B. -- warum sollte ich den tauschen solange er seinen Job macht?

Was sicher noch Sinn macht ist UNBEDINGT den Ansaugrüssel (Im EPC als Schalldämpfer bezeichnet) zu tauschen. Kostet unter 20 Euro. Der innen verbaute Schaumstoff flockt im Alter gerne aus und verstopft die Ausaugluftöffnung und blockiert im schlimmsten Fall das Brennluftgebläse das dann abraucht---

Bei mir war es so: Verdacht auf defekte Pumpe: Pumpe getauscht gegen vermeintliches Neuteil. Dabei gleich die völlig verrotteten Anschlüsse ersetzt. Die "Neue" Pumpe drin gelassen. Die hat dann ca. ne 4tel Stunde gearbeitet. danach wieder nix-- Anschlüsse gesucht und hinter der rechten Seitenverkleidung im Kofferraum die Masseanschlüsse unter anderem für die Benzinpumpen gefunden und festgestellt, das die Schraube locker warwand- Das sollte JEDER mal checken--

Prüfstand für Steuergerät gebaut und festgestellt das dieses einwandfrei ist. Letztlich zweifelsfrei die "Neue" Pumpe als defekt identifiziert und erneut getauscht und siehe da: glas

Am Ende ist man schlauer- möchte nicht wissen was mich der Spaß mit der Hilfe von "Bosch" gekostet hätte. Die hatten schon gesagt das sie wohl mit ner guten Stunde für die Fehlersuche klar kommen würden. hammer Nun ja: jetzt bin ich viel schlauer-- Die SH verarscht mich nicht mehrzwinker