Wischergestänge Wartung

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Wischerarmgelenke warten:

Jedem, der ein kilometerstand-entsprechend gelaufenes Auto fährt, kann man nur raten, die einfache Wartung der Wischerarmgelenke, nicht nur zur Wartung dieser, durchzuführen.

Hier die "knappe" Anleitung mit Hinweisen auf andere relevante Begleiterscheinungen.

Vorbemerkung:

Man(n) ist erstaunt darüber, welche Höchstleistung der Wischermotor trotz total trocken gelaufener Gelenke überhaupt noch zu erbringen in der Lage ist, alle Gelenke sind äußerst stabil, die Kugelköpfe satt dimensioniert, alles i. a. R. total trocken und trotzdem schnurrt das Ding. Das sollte man ihm nicht mehr länger zumuten, deshalb:

  1. Haube auf und Wischerarme demontieren (s. sep. Beitrag),
  2. Gummidichtung auf der 2.ten Schottwand ausbauen - abziehen,
  3. Haltefedern Schottwand-Kunststoffschalen entfernen, - Rost???
  4. Gummidichtung an Windschutzscheibe abziehen und gründlich reinigen,
  5. linke Kunststoffschale ausbauen, vorher Spreizniet durch Heraushebeln des Innenzapfens mit Messer o. glw. lösen, Niet herausziehen,
  6. rechte Schale entfernen,- Wischerarme sind ja ausgebaut,
  7. Lösen der 3 Schrauben, die den Wischermotorhalter halten,- sieht man,
  8. Kunststoffabdeckung des Motors abhebeln,
  9. Trennen der Steckverbindung des Steckers zum Wischer-M. in der Schottwand,- Batterie braucht nicht abgeklemmt zu werden,
  10. Klipse des Gegenstückes eindrücken, ein bisschen schwierig,- geht aber mit Rohrzange oder Schraubendreher, je nachdem, wer vorher dran war,
  11. das gelöste Gegenstück um 90° drehen und durch die Schottwand zum Motor ziehen,- beim Coupe vorher ggf. die Kabelverbinder, die daneben liegen öffnen, um mehr Spielraum zum Basteln zu haben,
  12. Lösen des in diese Grundplatte eingesteckten Fühlers durch Längen des Kabels vor der Schottwand,- Stecker vor der Schottwand hierzu ausklipsen,
  13. Mimik entnehmen und betrachten, säubern und
  14. 2 von den 3 Kugelköpfen weghebeln, kurzer Weg, direkt am Kopf, 3.ten kann Tilman, ich traue mich nicht den ggf. zu verbiegen, sieht man aber,
  15. nun Kugelköpfe säubern, Manschetten freikratzen vom verharzten Fett,
  16. Hochleistungsfett auf die Köpfe, Fluid auf alle Gelenke, die keinen Spielraum haben, Fett wiederum außen zusätzlich drauf,
  17. nicht vergessen: die beiden Hauptachsen des Wischerantriebes unten und oben, verwendet hier richtig Mühe bitte,
  18. freihängende Gestänge bewegen, bis sie wieder locker laufen,
  19. 3.te – nicht gelöste Kugelkopfverbindung - Gummimanchette weghebeln, Fett reindrücken an mind. 3 Stellen,- und gut iss,
  20. nun den freigelegten Innenraum an Ecken und Kanten und Wasserabläufen akribisch betrachten,- Glück gehabt, wenn da kein Rost ist, losen Rost wegkratzen,- wenn man nicht entrosten und wie Heppsen lackieren will oder kann, Gel, Waffenöl oder Fluid drauf,-.......
  21. die ganze Wanne nat. säubern und bis über die Schottwand und unter die W.sch.scheibe eingelen,
  22. alles nun in umgekehrter Reihenfolge wieder verbauen und dabei Alu etc. weiter vor Weißfrass mit Fluid schützen .......

Das wars,- ich denke, das ist ein wesentlicher Schritt, um

a. den Wischermotor zu entlasten und die Gelenke, die hier ihre Arbeit tun und

b. die entstandenen oder noch entstehenden Rostecken, die ja kein Mensch sieht, wirksam zu bekämpfen, der Einsatz lohnt sich allemal.

In diesem

Reinhard 560 SEC – viel Spaß bei dieser ansprechenden Arbeit,- das kann Jeder,- sogar ich habs hingekriegt 